Papierkram


Hier noch nachträglich ein Bildweweis zum Papiere sortieren. Inzischen sind die Stapel abgetragen und die Ordner wieder verstaut.

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Wochenendupdate

Von den Babys gibt es eigentlich nichts Neues zu berichten. Letzte Woche hatten wir noch großen Ultraschalltermin bei Praenatal, aber inzwischen ist auf Grund der zunehmenden Enge im Bauch immer weniger zu erkennen. Hier ein Beinchen, da ein Ohr, mal ein Oberschenkel aber halt kein ganzes Kind mehr.

Seit Freitag haben wir ein erstes Bettchen aufgestellt (das wir dankenswerterweise von Ruth und Guido übernommen haben, oder vielmehr vom kleinen Nicolas), das zweite ist ja bestellt. Allerdings muss ich gleich noch mal in dem Babyladen vorbei und ein paar Teile nachbestellen.

Ansonsten war das Wochenende mal wieder zu kurz. Ich habe endlich auch angefangen, meine Papierstapel durchzugehen, Müll auszusortieren und den Rest geordnet abzuheften. Nachdem ich Gesine wochenlang in den Ohren lag, ihren Kram in Ordnung zu bringen, musste ich jetzt halt selber ran, aber zum Glück habe ich bei weitem nicht so viel Papier. Fertig bin ich zwar nicht ganz geworden, aber schließlich musste ich auch ganz viel Fußball gucken.

Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, was nicht schon gesagt wurde; 2:0 ist ein schöner Auftakt und macht Hoffnung für die nächsten Spiele, das ganze war sogar mitunter schön anzusehen. Im anderen Spiel der deutschen Gruppe trat Kroatien erschreckend schwach auf, aber nach der frühen Führung wurden die halt auch nicht so richtig gefordert – am Donnerstag gegen Deutschland kann das schon ganz anders aussehen.

Das Auto ist immer noch nicht da, hoffentlich klappt es diese Woche – ist ja aber auch erst Montag. Nur möchte ich mit dem schon quasi verkauften alten Wagen möglichst wenig rumfahren, zumal der Kilometerzähler kurz vor der psychologisch wichtigen Grenze von 90.000 steht.

Mehr demnächst, wenn ich ein paar Minuten Zeit habe.

Reise in die Vergangenheit

Gestern Abend habe ich das erste kleine Regal im Arbeitszimmer abgebaut und zumindest einen Teil des ganzen Krams, der mitten im Raum stand, in die Ecke neben der Tür verfrachtet. Auch meine Bestrebungen, aus etwa sechs Kisten/Kästen/Kartons mit Büromaterialien eine einzige mittelgroße Kiste zu packen, sind jetzt weitestgehend abgeschlossen; jedenfalls, bis ich den nächsten Kasten mit Bleistiftminen und Heftklammern finde.

Gestern habe ich dann jedenfalls auch eine Kiste mit alten Postkarten und Briefen gefunden. Zunächst dachte ich, die seien alle von Gesine, denn obenauf lagen ein paar Sachen von ihr, ich glaube, von ihrem Junggesellinnenabschied. Eigentlich wollte ich nur kurz den Kiste leeren und die Briefe auf den „zu sortieren“ Stapel legen, denn genau so eine Kiste hatte Gesine von mir verlangt, als Voraussetzung dafür, endlich die Schubladen aus der alten Kommode sortieren zu können. Beim Herausnehmen wurde mir dann aber schnell klar, was in in den Händen hielt. Alle diese Karten und Briefe waren an mich gerichtet, von einer Vielzahl von Absendern. Es waren hunderte und auf keinen Fall konnte ich viele lesen, aber ich habe doch jeden einzelnen zumindest noch einmal in der Hand gehalten und nachgeguckt, wer mir da geschrieben hatte.

Da waren Geburtstags- und Weihnachtsgrüße von Familienmitgliedern, Urlaubserinnerungen von Schulfreunden, vergebliche Versuche, Urlaubsbekanntschaften aufrechtzuerhalten, Einladungen zu längst gelösten Verlobungen, da wurde ewige Liebe versprochen und wieder zurückgenommen, Ausreden und Entschuldigungen vorgebracht, von fernen Ländern und großen Städten erzählt und jede Menge Unsinn verbreitet.

Die Absender – abgesehen von Familienmitgliedern – kannte ich von der Schule, aus dem Urlaub, von der Uni, aus der Kneipe, über gemeinsame Bekannte, aus der Nachbarschaft und schon aus dem Kindergarten.

Zwei Postkartenmotive habe ich doppelt gefunden, verschickt von einander unbekannten Leuten in verschiedenen Jahren: eines aus Tunesien, eines aus Irland. Eine ansonsten leere Postkarte hatte die Empfängeradresse voreingetragen, aber ich habe die Karte nie geschrieben. Die Urlaubskarten kamen von insgesamt fünf Kontinenten und unzähligen Ländern.

Ich kann nicht sagen, dass mir beim Zuklappen der Kiste klar wurde, dass jetzt ein neues Kapitel in meinem Leben beginnt, denn gar so überraschend ist dies ja nun nicht und ich wäre ein Narr, wenn mir das nicht schon bewusst gewesen wäre. Trotzdem war ich mir der Symbolhaftigkeit dieses Aktes sehr bewusst, und ganz kurz, für den Bruchteil einer Sekunde, hat es gezwickt. Aber jetzt ist der Deckel zu und wird wohl so schnell nicht wieder abgenommen.

Dafür aber Grüße an viele Leute, die das hier alles sowieso nicht lesen (in loser Reihenfolge und nicht vollständig): Cif, Judith, Steffi, Steph, LadaLars, Nemo, Bodo, Rebekka, Petra, Ramona, Danny, Andrea, Ludmilla, Ines, Gudl, Bine, Bolle, Hämmer, Bianca, andere Bianca, Ludmilla, Bibi, Harald, Nicole, Calle, Amelie, Anette, Herbert, Fanta, Rreltin, Dunja, Sera, Tanja, Dina, Frank, Heike, Maren, nochmal Maren, Karen und Karin, Momo, Mats, Andrea, Frank, Sandra, Julia, Marius, Antje und alle anderen, die dazu beigetragen haben, diese Kiste mit Erinnerungen zu füllen. Manchmal vermisse ich manche von Euch.

Besondere Grüße gehen natürlich an diejenigen, deren Karten und Briefe ebenfalls dort drin sind, die ich immer noch treffe und die das hier vielleicht auch lesen. Euch gilt mein großer Dank, denn Ihr habt das Schließen des Deckels erst erträglich gemacht.