Frühlingserwachen

„Der Winter ist vorbei!“, da ist Alexander ganz sicher. Zeit, dass auch das Blog aus seinem Winterschlaf erwacht. Das Jahr hatte so gut angefangen, aber jetzt war ja doch recht lange Sendepause. Gründe gibt’s natürlich genug: krank (alle nacheinander und dann noch ein bisschen gleichzeitig), unterwegs (und dort krank geworden), schlechte Stimmung (weil alle sich krank zu sehr auf die Pelle gerückt sind), wieder unterwegs (trotz Krankheit, um schlechter Stimmung zuvorzukommen).

Aber immerhin sind wir jetzt wieder mit eigenem Auto unterwegs und haben damit unseren Aktionsradius für Wochenendausflüge wesentlich erweitert. Eigentlich ist ein Auto in Berlin ja Unsinn und wir sind auch den Winter über wieder gut ohne ausgekommen. Aber gerade für Ausflüge ins Umland ist es fast alternativlos, solange der Tag vom Mittagsschlaf der Kinder noch zweigeteilt ist. Und eben diesen Mittagsschlaf möchten wir gerne so lange wie möglich beibehalten. Nicht nur, weil die Jungs sonst am dem späten Nachmittag quengelig werden, auch wir können ein paar ruhige Stunden am Wochenende gut gebrauchen. Und seitdem wir wieder ein Auto haben, ist auch der Wochenendeinkauf wesentlich entspannter geworden.

Das Auto selbst gefällt mir gut. Viel Platz, aber nicht zu groß. Viel sparsamer, als der alte Truppentransporter, und es fährt sich auch noch besser. Die Schiebetüren vermisse ich bisher nicht und wann waren wir schon mal zu siebt unterwegs? Ich habe mir auch fest vorgenommen, den Wagen pfleglicher zu behandeln, ab und zu mal zu waschen und regelmäßiger aufzuräumen. Ich habe echte Toyota-Frühlingsgefühle. Das ist doch mal ein schönes Testimonial.

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Ständig unter Strom und immer unterwegs

Da wir ja nun den Kinderwagen haben, sind wir sehr viel unterwegs. In den letzten drei Tagen gab es jede Menge Action und David und Alexander haben das soweit gut verkraftet. Gestern Abend wurde noch mal kräftig geschrien, aber das ist ja auch nichts Neues; insgesamt ist es aber ein bisschen besser geworden.

Am Donnerstag haben wir jedenfalls ausprobiert, ob wir mit dem Riesenwagen durch die Kasse beim Edeka passen. Der Versuch war erfolgreich und wir die Hauptattraktion im Laden. Am Ende kam auch noch die Verkäuferin aus ihrer Kasse, um mal einen Blick in den Wagen werfen zu können. Aber auf jeden Fall ist gut zu wissen, dass das mit dem Einkaufen da klappt; der PLUS in unserer Nähe scheidet aus (viel zu eng) und der Comet ist auf Dauer zu teuer (hat dafür aber unschlagbar gute Öffnungszeiten, Mo-Sa von 7:00 bis 22:00).

Gestern waren wir dann mit dem Auto (aber ohne Kinderwagen) in Wuppertal und haben meine Eltern und meine Oma besucht – die ist die einzige Lebender aus der Urelterngeneration für die Jungs. Nicht nur war das die bislang längste Autofahrt, sondern die Kinder haben auch erstmals die Stadt verlassen!

Die Krönung war aber uns Ausflug heute Nachmittag, als wir zu viert bei der Hochzeit eines alten Freundes in der Altstadt aufgetaucht sind. Die eigentliche Trauung haben wir verpasst – nicht ganz unabsichtlich, um ehrlich zu sein, da wir nach viel hin und her beschlossen hatten, zusammen mit dem Kinderwagen im Auto zu fahren, statt öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, was mir ermöglicht hätte, etwas länger zu bleiben. Das Manöver ist von der Logistik her durchaus mit der Mondlandung oder der alliierten Landung in der Normandie vergleichbar! Der Kinderwagen passt zusammengelegt auch dann in den Kofferraum, wenn wir zu viert mit im Wagen sitzen – aber es ist Millimeterarbeit. Zudem müssen die Babynauten ja auf Hin- und Rückweg von den Kindersitzen in den Kinderwagen wechseln und andersherum. Außerdem brauchen wir eine gut gefüllte Wickeltasche (mit Windeln, Tüchern, Klamotten zum Wechseln), zwei Flachen mit Wasser (ab und zu trinken die beiden jetzt ein bisschen zwischen den Mahlzeiten), eine Thermoskanne mit warmem, abgekochtem Wasser, mit Pulver gefüllte Fläschchen (tagsüber gibt es meist Fertignahrung), Geschenke für das Brautpaar und für Nicole, die zufällig auch noch Geburtstag hatte, den Fotoapparat und so weiter und so fort. Das ganze bei schwüler Hitze in Schlips und Kragen.

Naja, jedenfalls konnten wir auf dem Weg vom Parkhaus auch direkt das Regenverdeck des Kinderwagens ausprobieren und kamen gerade rechtzeitig zum Kaffee trinken. Zwar konnten wir nicht zum Abendessen bleiben, waren aber doch um einiges länger da, als geplant, und haben sogar eine Fütterungsrunde eingelegt – war für mich etwas unbequem, ging aber vom Trinken her gut; nur das Wickeln haben wir ausfallen lassen, da die Kaffeerunde im Freien stattfand.

So haben die beiden in den letzten Tagen eine ganze Menge neuer Eindrücke sammeln können. Morgen geht es ruhig weiter mit einem kleinen Spaziergang.

Neue Fotos gibt es natürlich auch unter http://www.flickr.com/gp/8206789@N06/jv69jJ (zum Teil von meinen Eltern gemacht).

Erster Ausflug!

Endlich ist der Kinderwagen da! Das haben wir natürlich sofort ausgenutzt, um einen kleinen Ausflug zu machen. Fürs erste sind wir nur einmal um den Block spaziert, so etwa 15 Minuten lang. Den Kindern schien es nichts ausgemacht zu haben, sie haben ruhig und friedlich in ihrem Wagen gelegen und geschlafen.

Am Tag drauf (heute) waren wir dann mit den Kindern bei der Kinderärztin zur Vorsorgeuntersuchung und haben das auch mit dem Kinderwagen gemacht. Dabei waren wir sogar noch in der Bäckerei und der Drogerie – hat auch alles geklappt.

Bilder gibt es natürlich auch ein paar:
http://www.flickr.com/gp/8206789@N06/jv69jJ

Und exklusiv hier! Wer sich wundert, warum wir so ein klobiges Auto haben, sollte sich das hier mal angucken:

Da passt selbst der Zwillingswagen rein (gerade eben so) und wir vier auch noch. Aber schwer ist das Ding, und unhandlich! Wie Gesine den verladen kriegen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Selbst ich habe meine Probleme, und die haben nicht mit mangelnder Kraft zu tun, sondern mit zu kurzen Armen. Da gibt es bestimmt einen Trick, den ich noch nicht raus habe.

Byebye and Hello

Das neue Auto ist da. Das alte ist leider weg.

Hier die neue Familienkutsche, mit 2 Schiebetüren und großer Ladefläche:

Dahinter jeweils Gesine mit Bauch.

10.000 Neuigkeiten

Nun, zum Glück nicht ganz so viele – aber es gibt schon so einiges.

Morgen ist es wohl endlich soweit und wir können unser neues Auto abholen. Hoffentlich klappt jetzt alles, nachher muss ich noch mal gucken, wo ich die Versicherungsbestätigung versteckt habe. Wenn alles klappt, gibt es natürlich Fotos!

Gestern war für mich fußballfreier Tag, ausgerechnet beim vorgezogenen Endspiel der Deutschen gegen Österreich. Stattdessen war ich hier in Düsseldorf auf dem Konzert von Bruce Springsteen, dazu später mehr. Jedenfalls sind die Deutschen nun ja doch knapp weitergekommen und freuen sich jetzt auf ein Wiedersehen mit Portugal – oder vielleicht auch nicht. Das wird noch eine ganz hart Nuss. Heute Abend geht es erst Mal um Platz 2 in Gruppe C, Frankreich und Italien treffen in einer Neuauflage des letzten WM-Finales aufeinander.

Die letzten Spiele davor habe ich ausnahmslos zu Hause mit Gesine geguckt; weggehen kann sie halt nicht mehr so richtig, und die bisherigen Paarungen boten auch für mich keinen besonderen Anreiz, irgendwo in der Kneipe zu gucken. Aber bei Tschechien-Türkei kam ich auch zu Hause voll in Stimmung – ein Hammerspiel! Obwohl ich ja eigentlich den Tschechen die Daumen gedrückt habe, muss ich der türkischen Mannschaft doch echt den Sieg gönnen – nach 0:2 einfach nicht aufgegeben und das Spiel binnen weniger Minuten komplett gedreht. Und die Tschechen sind selbst Schuld – nicht nur den Sack nicht zugemacht (der nicht gegebene Elfmeter war natürlich auch Pech), sondern auch noch vieeel zu defensiv gespielt und sich in der eigene Hälfte einschnüren lassen.
Ansonsten haben wir mit Russland-Griechenland erstmals ein Spiel ausgelassen und ich neige immer noch dazu, vor der Glotze einzuschlummern.

Gesine hat heute die ersten Anmeldetermine für Kindergärten. Große Hoffnungen, direkt zwei der begehrten Betreuungsplätze für Kleinkinder zu kriegen, machen wir uns eigentlich nicht, aber wir wollen es wenigstens versuchen. Eigentlich finde ich es ja albern, Kinder, die noch gar nicht geboren sind, zu irgendwas anzumelden, aber wie so häufig im Leben gilt auch hier: wer nicht mitmacht, kann auch nicht dabei sein. Und neben all den anderen Gründen, warum wir keine Plätze kriegen werden, wollen wir zumindest einen ausschließen: dass wir uns zu spät darum gekümmert haben.

Sonst gehen die Vorbereitungen gut voran und wenn wir tatsächlich ab morgen ein großes Auto zur Verfügung haben, kann auch der Rest noch diesen Monat erledigt werden. Neben der Besorgung eines Kinderwagens für die Übergangszeit (bis der bestellte Wagen endlich da ist) stehen vor allem der Kauf eines weiteres Regals für das Wohnzimmer, eine Aufstockung des Regals in der Diele und das Aufräumen des Kellers auf dem Programm, dazu diverse Kleinigkeiten.

Wochenendupdate

Von den Babys gibt es eigentlich nichts Neues zu berichten. Letzte Woche hatten wir noch großen Ultraschalltermin bei Praenatal, aber inzwischen ist auf Grund der zunehmenden Enge im Bauch immer weniger zu erkennen. Hier ein Beinchen, da ein Ohr, mal ein Oberschenkel aber halt kein ganzes Kind mehr.

Seit Freitag haben wir ein erstes Bettchen aufgestellt (das wir dankenswerterweise von Ruth und Guido übernommen haben, oder vielmehr vom kleinen Nicolas), das zweite ist ja bestellt. Allerdings muss ich gleich noch mal in dem Babyladen vorbei und ein paar Teile nachbestellen.

Ansonsten war das Wochenende mal wieder zu kurz. Ich habe endlich auch angefangen, meine Papierstapel durchzugehen, Müll auszusortieren und den Rest geordnet abzuheften. Nachdem ich Gesine wochenlang in den Ohren lag, ihren Kram in Ordnung zu bringen, musste ich jetzt halt selber ran, aber zum Glück habe ich bei weitem nicht so viel Papier. Fertig bin ich zwar nicht ganz geworden, aber schließlich musste ich auch ganz viel Fußball gucken.

Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, was nicht schon gesagt wurde; 2:0 ist ein schöner Auftakt und macht Hoffnung für die nächsten Spiele, das ganze war sogar mitunter schön anzusehen. Im anderen Spiel der deutschen Gruppe trat Kroatien erschreckend schwach auf, aber nach der frühen Führung wurden die halt auch nicht so richtig gefordert – am Donnerstag gegen Deutschland kann das schon ganz anders aussehen.

Das Auto ist immer noch nicht da, hoffentlich klappt es diese Woche – ist ja aber auch erst Montag. Nur möchte ich mit dem schon quasi verkauften alten Wagen möglichst wenig rumfahren, zumal der Kilometerzähler kurz vor der psychologisch wichtigen Grenze von 90.000 steht.

Mehr demnächst, wenn ich ein paar Minuten Zeit habe.

Nicht viele Neues

An dieser Stelle sollten eigentlich Bilder von unserem tollen neuen Auto stehen, das fällt aber aus wegen ist (noch) nicht. Der Wagen ist noch in der Werkstatt (für Inspektion, TÜV, ASU) und irgendein Teil muss ausgetauscht werden, welches aber erst bestellt werden muss. Nichts wichtiges, nur irgendwas an den Bremsen, aber wenn die schon mal dabei sind, dürfen die auch ruhig solche unwichtigen Systeme in Ordnung bringen. Und das alles ist ja nichts im Vergleich zu den Verzögerungen, die es bei Kinderwagen und Bettchen gibt.

Gestern haben Gesine und ich noch eine kleine Einkaufsliste zusammengestellt und werden in den nächsten Tagen und Wochen unsere Babyausstattung komplettieren. Das größte noch fehlende Teil ist eine Wickelkommode, vor allem fehlt es aber noch an Kleinigkeiten und Kleidungsstücken. Gesine hat inzwischen auch angefangen, ihre Kliniktasche zu packen, man weiß ja nie, ob es nicht doch schon bald losgeht. Ich habe es hier bestimmt schon mal geschrieben und ganz sicher auch im Gespräch öfter mal erwähnt, aber jeder Termin, was nach dem EM Finale liegt, ist von mir aus soweit ok (das wäre dann in der 35. oder 36. Woche), aber wir möchten natürlich für alle Fälle gerüstet sein.

Und überhaupt, die EM! Übermorgen geht es los und ich freue mich wie Bolle. Zwar weiß ich noch nicht ganz, wie ich Public Viewing (bei uns in der Nähe mindestens drei Kneipen mit Leinwand) mit meinen Pflichten als Gesinepfleger in Einklang bringen kann, aber irgendwie kriege ich das schon hin. Kneipen sind halt für Gesine nichts mehr, erst recht nicht, wenn sie voll sind, andererseits kann ich sie ja jetzt auch nicht drei Wochen lang alleine auf dem Sofa liegen lassen. Hinzu kommt, dass sie ja bei solchen Turnieren ausnahmsweise selbst ganz gerne mitguckt. Na ja, die wichtigsten Spiele werde ich wohl auswärts gucken (der Stimmung wegen) und sonst halt mit Gesine zu Hause.

Deutschland – Österreich werde ich verpassen, weil ausgerechnet an diesem Abend endlich das lang ersehnte Springsteen-Konzert ist. Aber besser dann, als am Tag drauf, wenn Italien im letzten Gruppenspiel auf Frankreich trifft. Beide sind für mich Mitfavoriten auf den Titel, von denen es allerdings eine ganze Menge gibt. Neben diesen beiden können sich IMHO Deutschland, Tschechien und Portugal ganz gute Chancen ausrechnen (wobei ich allerdings kein aktuelles Spiel der Tschechen gesehen habe), vielleicht auch Holland und ganz vielleicht Spanien (wobei die ja das Gegenteil einer Turniermannschaft sind). Russland ist ganz schwer einzuschätzen, aber den Rest sehe ich höchstens im Halbfinale. Aber das schöne am Fußball ist ja, dass man immer wieder überrascht werden kann.

Aber vielleicht wird ja auch England doch noch Europameister …

Wochenendupdate

Das vermutlich letzte lange Wochenende vor der Geburt ist jetzt vorbei und so richtig viel habe ich nicht geschafft. Zu Hause müssen immer noch ein paar Kleinigkeiten gemacht werden, aber dafür habe ich mich wenigstens halbwegs erholt.

Eines hat aber doch geklappt: wir waren in Sachen Familienkutsche unterwegs und sind fündig geworden! Mehr dazu (natürlich mit Bildern), sobald der neue Wagen endgültig da ist.

Mein Hattrick-Team hat mit einem überraschenden 3:3 Unentschieden den Klassenerhalt fast gesichert, selbst eine Niederlage mit vier Toren Unterschied kann ich mir im letzten Saisonspiel (Kellerduell mit direktem Konkurrenten!) erlauben – wobei aber natürlich trotzdem voll auf Sieg gespielt wird. Und beim „echten“ Fußball gibt es ja zum Glück noch Hoffnung für die Fortuna – jetzt heißt es Daumen drücken am letzten Spieltag.

Am Samstag konnte ich dann mit unserem Patenkind und ihrem Bruder noch mal ein bisschen Spielplatzluft schnuppern. Großes Lob bekam ich für meine tiefen und gerade gezogenen Gräben im Sandkasten – die besten, die Lukas je gesehen hat!
À propos Paten: wir haben unsere Kandidaten inzwischen auch gefragt und bekommen unser Dream-Team! Dabei bekommt jeder der Zwillinge drei Paten.

Das alles ist Euch nicht spannend genug? Es geht noch langweiliger:

.- Heute habe ich mir zum ersten Mal seit Monaten wieder den SPIEGEL gekauft, und zum allerersten Mal überhaupt eine Ausgabe von NEON.

.- Heute Abend gehe ich hoffentlich Laufen. Letzte Woche war ich mal wieder faul, aber wenigstens fahre ich jetzt wieder regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit.

.- In den letzten Wochen hat sich die Zahl meiner Kontakte bei Xing um mehr als 25% erhöht.

.- Einer meiner alten Kollegen hat in seinen Xing-Kontakten eine riesige Menge Models und Hostessen. Einerseits frage ich mich, ob er sich (als Management Consultant) auf diese Branche verlegt hat, oder was das sonst für Gründe hat, andererseits fällt mir zunehmend auf, dass sehr viele Models und auch Escorts Xing als Präsentations- und Kontaktplattform nutzen.

.- Die Steuererklärung ist immer noch nicht abgeschickt. Immerhin ist die Reinschrift jetzt fertig, aber wir müssen noch ein paar Kopien machen. Morgen klappt es ganz bestimmt.

.- Bei ADAC.de habe ich vergeblich nach der Option gesucht, meine Email-Adresse zu ändern