Es tut sich was

Es gibt aber auch Gutes zu berichten: Obama räumt auf, auch in Berlin:

Und ein Tag, der mit dem Hören eines neuen Springsteen-Albums beginnt, kann ja gar nicht so schlecht sein.

Werbeanzeigen

Onkel Obama?

Gestern hat David zum ersten Mal ferngesehen. Naja, jedenfalls hat er auf Papas Arm gelegen und geschlafen, während der mal wieder den Fernseher anhatte (was dieser Tage so gut wie nie passiert). Nach dem ganzen hin und her wollte ich mir doch selber ein Bild vom Kandidaten machen, auch wenn ich selber natürlich (leider) gar nicht mit abstimmen darf, wer nächster Präsident der USA wird.

Tja, eine gute Rede ohne wirkliche Überraschungen (wie erwartet) und ohne konkrete Ankündigungen (ebenfalls wie erwartet). Aber es hat durchaus geholfen zu verstehen, wie Obama seine Änhänger daheim fasziniert. Ich selbst bin mir nicht ganz sicher, was ich von ihm halten soll; seinen Ruf als Heilsbringer der amerikanischen Politik, der so ganz anders ist als die anderen Politiker, sehe ich eher skeptisch und programmatisch sagt er halt nicht viel – was in seiner Lage vermutlich klug ist. Sein Auftreten als „Einer von uns“, sowohl in den USA als auch gestern in Berlin, wo er ja auf die gemeinsame Weltbürgerschaft aller Menschen anspielte, deckt sich halt sehr mit den Erwartungen und Wünschen vieler Menschen in den USA, die die politische Klasse für entrückt halten und „Leadership“ wollen statt „Adminstration“. Aber alleine die Tatsache, dass Obama dort angekommen ist, wo er jetzt steht, ist natürlich auch ein Indiz dafür, dass er in genau jener politschen Manege zu spielen versteht, von seiner Fähigkeit, Spenden zu sammeln, einmal abgesehen. Und wir Deutschen? Wir jubeln charismatischen Menschen auch gerne zu, solange sie aus dem Ausland kommen.

Man wird sehen, wie er sich als Präsident macht. Denn dass er die Wahl gewinnen wird, davon bin ich inzwischen überzeugt.

Ansonsten hatten wir jetzt zwei Nächte ohne Schreiattacken; die gab es zwar Abends, aber in der Nacht war Ruhe und tatäshlich konnte einer von uns immer durchschlafen! Und auch den Besuch gestern (Ruth, Guido und Nicolas) haben die beiden gut verkraftet. Inzwischen verbringen sie ihre Tage auch eher im Wohnzimmer, was auch Mama und Papa sehr gut tut. Und Papa hat sich vorgenommen, sich heute endlich mal wieder zu rasieren – erstmals seit die Kinder zu Hause sind; aber wenigstens läuft er nicht mehr nur noch im Trainingsanzug rum.

Nachher gibt es noch ein paar bewegte Bilder, aber jetzt müssen wir bald schon wieder füttern und danach kommt unsere Hebamme Claudia noch mal vorbei.

PS: Ui, da hatten wir gerade ein größeres Mißgeschick auf dem Wickeltisch – irgendwie hatte David sich den Rücken nassgemacht (Windel war nicht richtig umgeschlagen) und während des Saubermachens hatte ich für einen kurzen Moment vergessen, ihm irgendwas saugfähiges unterzulegen – großer Fehler! Schon gut eingereichtet, dass Babykacke nicht stinkt, um die Eltern nichz zu sehr abzuschrecken.

Dass die beiden beim Wickeln noch mal ihre Blase entleeren ist inzwischen eher die Regel als die Ausnahme. Vermutlich fühlt es sich einfach besser an, ohne Windel pullern zu können. Eigentlich nachvollziehbar; als Erwachsener wartet man ja auch, bis die Hose unten ist. Aber lästig ist es schon, vor allem, wenn man gerade die frische Winder untergeschoben hatte. Und es ist ja nicht so, dass wir nicht schon drauf gekommen wären, damit ein bisschen zu warten. Die beiden Kleinen sind einfach zu gerissen für uns …