Wohnungsupdate 2

So, nun haben wir auch die uns letzte Woche angebotene Wohnung nicht genommen. Beim zweiten Besuch traten doch noch ein paar Nachteile hervor, die schwerwiegend genug waren, unsere Meinung zu ändern.

Also: weitersuchen!

Wohnungsupdate

Obwohl es für uns schon ein alter Hut ist, habe ich hier noch nichts dazu gesagt und will es hiermit nachreichen: wir haben die uns angebotene Wohung aus gutem Grund nicht genommen.

Inzwischen liegt ein Angebot für eine andere Wohung auf dem Tisch und wieder mal werden wir erst noch mal drüber schlafen und uns am Wochenende beraten.

Morgen geht es zurück nach Düsseldorf; ich freu mich auf die Familie!

Wohungssuche: ein erster Erfolg

Heute haben wir ein Angebot für eine Wohnung bekommen, die ich gestern besichtigt habe, nun sind wir am überlegen, ob wir es annehmen sollen. Die große Frage ist natürlich, welche Kompromisse wir zu machen bereit sind. Dafür können wir uns aber das ganze Wochenende Zeit nehmen, bis dahin lässt sich das alles prima hinauszögern.

Heute war ich zum ersten Mal seit etwa drei Monaten wieder laufen. Bei uns im Unternehmen gibt es eine Gruppe, die sich regelmäßig trifft und ungefähr mein Tempo läuft (um die 6 min/km). Nett wars – zum einen etwas mit neuen Kollegen zu unternehmen und dabei ein bisschen zu quatschen, zum anderen habe ich auch echt was von der Stadt zu sehen bekommen. Charité, Siegessäule, Potsdamer Platz, Brandenburger Tor, Regierungsviertel, Hauptbahnhof. Nichts, was ich nicht schon mal gesehen hatte, aber beim Laufen und im Dunkeln war es doch noch mal was anderes – zumal auch gerade das „Festival of Lights“ stattfindet, bei dem viele Bauwerke bunt angestrahlt sind (mehr im Tagesspiegel).

In der Tat war das mein erster freier Abend, also ohne Wohungsbesichtigung nach der Arbeit; nicht wegen des Angebots (bis ein Vertrag unterschrieben ist, geht sie Suche natürlich weiter), sondern per Zufall. Schön war das.

Morgen geht es wieder zurück nach Düsseldorf. Ich kann es kaum erwarten, meine gar nicht mehr so kleine Familie zu sehen.

Nachtrag: hier die Laufstrecke, die wir gestern genommen habe:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=tdgrtnlqpvemcyjw

Neues aus Berlin

Dem Titel zum Trotz fange ich mit einem Düsseldorfer Thema an: es war super, bei der Familie zu sein, den Kindern geht es besser und die Zeit war viel zu kurz. Entgegen dem ursprünglichen Plan bin ich doch schon Sonntag früh wieder nach Berlin gefahren (also von zu Hause nach Hause), um noch zwei Wohnungsbesichtigungen mitmachen zu können.

Jetzt aber: Berlin!

Die erste Woche habe ich gut rumbekommen und mich schon halbwegs eingelebt. Zur Zeit wohne ich auf etwa 22qm in einer Dreier-WG, in welcher ich den dritten Bewohner allerdings noch nicht zu Gesicht bekommen habe; der macht es andersherum wie ich und ist unter der Woche in Zürich und kommt nur manchmal am Wochenende hierher. Mein verbleibender Mitbewohner Wolf ist ein netter Kerl, der sogar halbwegs in der gleichen Branche arbeitet wie ich, mit ähnlich distanziertem Blick auf das Innenleben der Marketingwelt, mit der man halt da doch immer zu tun hat. Alles in allem also sehr erfrischend und man hat auch Themen außer Haushalt oder Berlin.

Noch mal in einer WG zu wohnen war ganz sicher nicht in meinem Lebensentwurf vorgesehen, aber ich habe mich doch recht schnell mit der neuen Situation vertraut gemacht und heute hier die Mülltrennung eingeführt.
Überhaupt hat Berlin mich ziemlich schnell aufgesogen und ich entwickele bereits Alltagsroutinen, was natürlich davon begünstigt wird, dass ich tagsüber eh ins Büro muss und die Abende mit Wohnungsbesichtigungen verbringe (bislang kein Tag ohne!). Etwas zu kurz kommt das sparsame Leben, seitdem ich hier bin habe ich eigentlich nur auswärts gegessen oder mir was ins Haus geholt. Auf Dauer geht das natürlich nicht, aber für eine Person zu kochen ist auch albern (Wolf ernährt sich scheinbar ausschließlich von Joghurt und Brotkruste). Zudem ist die Auswahl hier in der Nähe einfach sehr verführerisch – die gastronomisch gut bediente Kastanienallee ist um die Ecke und am Zionskirchplatz selbst gibt es auch noch jede Menge Läden zum ausprobieren.

Die Arbeit lässt sich gut an. Erste kleine Aufgaben (nach dem Meeting meinen Schreibtisch wiederfinden oder Morgens die Kaffeemaschine einschalten) habe ich bereits gemeistert und schreibe ansonsten momentan vor allem kräftig technische oder funktionale Anforderungen für Software, aber morgen steht erster telefonischer Kundenkontakt an – das heißt auch, dass ich mich erstmals mit dem neuen Firmennamen am Telefon vorstellen muss. Nach den ganzen Umbenennungen, die ich bei Satama/NeoMotion/Trainers‘ House/tro/OWD mitgemacht habe, habe ich aber darin eine gewisse Übung. Und wenn ich jeden Tag einen neuen Namen lerne, kenne ich irgendwann im Januar alle Kollegen. Ungewohnt ist, dass ich hier „Olli“ gerufen werde. Stört mich nicht wirklich (auch wenn Olli für mich jemand anderes ist), aber im Zweifelsfall fühle ich mich halt nicht angesprochen.

Der Weg zur Arbeit dauert zu Fuß etwa 15 Minuten und mit dem Fahrad kann ich das natürlich noch abkürzen, was sich aber schon nicht mehr wirklich lohnt, zumal ich unterwegs immer noch beim Bäcker (Morgens) oder im Supermarkt (Abends) vorbeigehe. Bequem ist es aber schon und es wäre natürlich von Vorteil, auch von der neuen Wohnung aus nicht viel länger zu brauchen.

Die Wohnungssuche läuft, wie schon erwähnt, auf Hochtouren, Bewerbungen, geschweige denn aussichtsreiche, kommen aber nur wenige dabei raus. Die Ansprüche sind halt hoch, die Konkurrenz groß und das Budget begrenzt. Trotzdem bin ich halbwegs optimistisch, bald etwas schönes zu finden und die Familie noch im November hierhin zu kriegen.
Bislang krassestes Erlebnis war eine Besichtigung am Sonntag, bei der mindestens 60 Leute vor der Tür standen, häufig in kleinen Gruppen mit der offensichtlichen Absicht, eine WG zu gründen. Die Wohnung war allerdings in einem so erbärmlichen Zustand, dass ich beschlossen habe, gar nicht mit all denen konkurrieren zu wollen; wie da überhaupt bis zum 1.11. Ordnung geschaffen werden soll, war mir ein Rätsel.

Morgen Abend habe ich jedenfalls wieder zwei Termine und bin sehr gespannt. Heute war auch schon eine schöne Wohnung dabei, wegen der ich morgen noch ein bisschen telefonieren werde, wenn ich Zeit habe.

Schön wäre auch eine Wohnung hier wo ich jetzt wohne – nah bei der Arbeit, kinderfreundlich, schöne Berliner Altbauten, gut Anbindung, viel los und trotzdem ruhig. Na ja, vielleicht ergibt sich ja auch in dieser Ecke noch was.

Abends weg gewesen (außer zum Essen holen) bin ich erst zweimal. Am ersten Abend war ich mit Wolf einen (Bio-)Burger essen und am Sonntag war ich mit meiner Schwägerin in einer Pizzeria am Prenzlauer Berg. Vielleicht schaffe ich es dieser Tage aber tatsächlich noch mal ins Kino, „The Dark Knight“ gucken. Und am Freitag geht es dann wieder nach Düsseldorf zu Gesine und den Kindern. Ich freu mich drauf!

Und irgendwann bald mache ich mal ein paar Fotos von meinem neuen Leben in Berlin und poste die hier. Bleibt aber eben wenig Zeit für, bei Tageslicht schon gar nicht.

Nu bin ick och ’n Berliner!

Da kiekste, wa?

Seit gestern bin ich in Berlin und hatte heute meinen ersten Arbeitstag. Bislang läuft alles gut, nur die Wohnung, die ich heute besichtigt habe, war leider nix.

Ich vermisse die Kinder sehr muss aber gestehen, dass es auch mal schön war, neun Stunden am Stück zu schlafen. So war meine erste Abendunternehmung in dieser aufregenden, pulsierenden europäischen Metropole dann auch kein Bummel durch die Kneipen in meinem Kiez, sondern ein früher Gang ins Bett. Daher gibt es auch noch nicht viel spektakuläres zu berichten.

Bald werde ich ein paar erste Impressionen und Details aus meinem neuen Leben hier mitteilen, heute gibt es stattdessen die versprochenen Bilder von den Kindern mit Vesna und Sophia. Irgendwie ist da nur David drauf, dafür gibt es aber noch ein paar lustige Extrabilder von Alexander mit seinen coolen Chucks und der lustigen Mütze und außerdem Fotos von den beiden mit ihrer Freundin Inga!

http://www.flickr.com/gp/8206789@N06/jv69jJ

Neues von den Babynauten / Auf nach Berlin

David und Alexander sind jetzt doch noch richtig krank geworden, aber inzwischen geht es wieder etwas besser. David hat eine richtige kleine Bronchitis, die aber schon besser geworden ist, und Alexander schnieft fast so schlimm wie sein Papa (meine Erkältung war wohl nur im Urlaub und ist bestens gelaunt und in neuer Frische zurückgekehrt). Zur Behandlung wird viel inhaliert und Alexander bekommt jetzt auch regelmäßig Nasentropfen. Wenn kleine Kinder krank sind ist es nie schön, aber wir sind froh, dass sie sich auf dem Wege der Besserung befinden, bevor ich mich morgen nach Berlin aufmache, schließlich wird es so schon schwer für Gesine.

Aber die beiden Patienten sind schon die ganze Woche unglaublich gut drauf. David lacht viel und gackert vor sich hin, Alexander lächelt eher still in sich hinein oder zappelt ein wenig rum und beide schlafen recht viel. Um irgendwann bald mal auf eine Mahlzeit verzichten zu können haben wir die Trinkmenge nun auf 170 ml pro Runde erhöht, allerdings wird seitdem eher selten ausgetrunken, was aber auch an der Krankheit liegen kann; zumindest David hat mitunter in den letzten Tagen sehr wenig getrunken, aber die beiden sind weiter gut im Futter, nehmen zu (lange nicht gewogen, aber bestimmt locker über 5 kg) und wachsen (aktuelle Schätzungen sehen die beiden bei etwa 60 cm).

Auch sind wir natürlich immer routinierter geworden und haben die Mahlzeiten bei guter Vorbereitung schno zu Teil in etwa 2 Minuten zubereitet und kriegen es meist auch gut hin, beide gleichzeitig zu versorgen, wobei wir hier sehr unterschiedliche Techniken haben – Gesine mit Stillkissen auf dem Schoß und ich die beiden halb aufrecht gegen das Kissen lehnend im Bettchen.

Morgen beginnt also mein Berlinabenteuer. Noch vor einem Jahr hätte ich nicht im Traum daran geglaubt, zu diesem Zeitpunkt zwei Kinder zu haben und dann auch noch nach Berlin zu gehen, und nach der Geburt der Zwillinge wäre mir nicht einmal der Gedanke gekommen, unter der Woche nicht bei den beiden sein zu können. Die Aussicht auf die Trennung tut auch echt weh und ich tröste mich damit, dass es hoffentlich ja nicht für lange sein wird. Schon diese Woche habe ich mindestens drei Wohnungsbesichtigungen und wir hegeb noch immer die Hoffnung, binnen höchstens sechs Wochen in Berlin wiedervereint zu werden; und bis dahin bin ich ja wenigstens auch an den Wochenenden in Düsseldorf.

Obwohl ich keine Lust habe, die Kinder hierzulassen (und Gesine, aber wir beide sind ja irgendwie dran gehöhnt), freue ich mich natürlich auch auf Berlin und bin gespannt auf den neuen Job. Letzte Woche hatte ich meinen letzten Arbeitstag bei Trainers‘ House/NeoMotion/Satama und vermutlich sollte ich nach über zehn Jahren ein bisschen traurig sein; irgendwie geht das aber unter und wenn ich den Blick von den Kindern abwende, schaue ich lieber nach vorne als zurück.

Heute werde ich ich den Kram, den ich direkt mitnehme, ins Auto verladen (die erste Tour mache ich mit dem Wagen, ansonsten werde ich weiter mit der Bahn fahren) und morgen dann so zwischen 17:00 und 18:00 in Berlin ankommen. Ich bin sehr neugierig auf mein Zimmer, dass ich ja nur kurz gesehen habe, das Viertel (ganz in der Nähe von Büro, aber ein sehr netter Kiez mit guter Infrastruktur und Ausgehmöglichkeiten) und die Stadt drumherum. Mit ein bisschen Glück kriege ich sogar mein Fahrrad unter, was das Leben in Berlin um einiges leichter machen würde.

Sobald ich da bin und ein wenig Zeit habe, melde ich mich natürlich noch mal, auch mit Bildern. Dann gibt es auch endlich die schönen Bilder von David und Alexander mit Inga und Sophia!

Verspätetes Berlin-Update

Der gestrige Tag verlief doch ein bisschen anders als geplant, so dass ich noch nicht weiter aus Berlin berichten konnte. Gesine hat meine Erkältung übernommen und die Zwillinge hatten ihre nächste Runde mit Impfungen, so dass ich zu Hause geblieben bin und mich nützlich gemacht habe, statt im Büro meinen Schreibtisch aufzuräumen und ein bisschen zu bloggen.

Jetzt aber, Berlin! Ich habe ein Zimmer gefunden, wo ich die ersten Wochen wohnen kann: 22 qm in einer 3er WG ziemlich direkt am Zionskirchplatz. Von da aus sind es nur wenige Minuten ins Büro und in die Innenstadt, außerdem scheint die Gegend echt nett zu sein. Bislang habe ich nur einen meiner Mitbewohner kennengelernt, der andere ist aber eh wenn überhaupt nur am Wochenende da, also wenn ich in Düsseldorf sein werde. Nachdem das jetzt geschafft ist, kann ich mich voll auf die Suche nach einer Wohnung für die ganze Familie konzentrieren.

Am Wochenende habe ich erstmals zwei Wohnungen besichtigt, die tatsächlich in Frage kämen. Eine davon würden wir allerdings doch nicht nehmen, weil wir ein paar mehr Kompromisse machen müssten, als wir zu diesem Zeitpunkt möchten; wir haben halt gerade erst angefangen zu suchen und spüren noch keinen allzu großen Druck. Von der anderen (die natürlich auch nicht 100% perfekt ist) haben wir noch nichts gehört.

Bis ich meine Stelle antrete (am 15.10.), beziehungsweise ein bis drei Tage vorher, werde ich aber nicht mehr nach Berlin fahren, sondern mich um meinen Kram hier und vor allem die Familie kümmern.

Auf jeden Fall bin ich echt heiß auf Berlin. So viel Zeit wie in den letzten Wochen habe ich noch nie da verbracht und es gefällt mir immer besser.
Langsam wird die Zeit in Düsseldorf aber auch knapp. In zwei Wochen gehe ich schon nach Berlin und habe mir ja eigentlich vorgenommen, vorher möglichst viel gepackt zu kriegen, womit ich aber nicht wirklich weiterkomme. Außerdem gibt es noch viel Kleinkram zu erledigen, und mit all der Zeit, die für die Kinderpflege draufgeht, werde ich nur wenig Zeit haben, mich gebührend von allen zu verabschieden. Aber ich komme ja zwischendurch noch die Wochenenden zurück und auch danach sind wir ja nicht aus der Welt. Der Plan ist jedenfalls, dieses Weihnachten wieder in Düsseldorf und Wuppertal zu verbringen.

Natürlich bin ich auch gespannt auf den neuen Job. Bei Trainers‘ House/NeoMotion habe ich diese Woche meinen Aufhebungsvertrag unterschrieben, und nächste Woche habe ich meinen letzten Arbeitstag hier nach insgesamt zehneinhalb Jahren (die OWD Zeit mitgerechnet). Schon merkwürdig, ein bisschen schade, aber letztlich auch gut so.

Zwischenreport

Ich bin wieder aus Berlin zurück und soweit ist alles gut gelaufen. Das Minimalziel, ein WG-Zimmer für die erste Zeit zu finden, habe ich jedenfalls erreicht.

Allerdings bin ich (immer noch) total erkältet.

Demnächst melde ich mich noch mal ausführlicher, inziwschen gibt es allerdings ein paar neue Fotos, zum Teil von Sylvie (einige der davor waren übrigens von meinem Vater, hatte ich vergessen zu erwähnen): http://www.flickr.com/gp/8206789@N06/jv69jJ