Sport. Aber so richtig

Die trägen Tage sind vorbei. Fünf Monate, seit dem Firmenlauf im September, habe ich auf der faulen Haut gelegen, dafür habe ich mich in der letzten Woche gleich zweimal sportlich betätigt.

Laufen war ich, zwar nur kurz, aber immerhin. Und vor allem habe ich zum ersten Mal seit Jahren (3? 4?) wieder Basketball gespielt. Gut war es und hat Spaß gemacht, wenn ich auch nicht gerade in Form war. Aber das kommt wieder, hoffe ich. Werfen, Dribbeln, Passen – alles Übungssache und ich möchte jetzt jede Woche gehen. Kondition kommt auch irgendwann wieder, die Grundkondition ist ja da und wenn ich auch wieder regelmäßig laufen gehe (habe ich mir mal wieder fest vorgenommen), bin ich in ein paar Wochen wieder fit.

Das Niveau der Truppe ist angenehm niedrig, wenn auch alle anderen im Schnitt besser sind als ich, die Rahmenbedingungen (späte Uhrzeit, ALBA Trainingszentrum!) dafür ideal. Dass ich die meisten meiner Moves aus der Augsburger Puppenkiste abgeschaut habe, ist egal, es fühlt sich einfach unglaublich gut an, wieder zu spielen. Morgen Abend wieder, ich freue mich schon.

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Bäumchen wechsel Dich

Die Wechselgerüchte um Carmelo Anthony nehmen wieder Fahrt auf. Angeblich spielt er schhon nächste Woche in new Jersey und während das vermutlich sogar stimmt, haben wir das doch alles schon mal gehört. Zwischen all den News und Gerüchten, den Status-Updates, die uns Aktivität und Insider-Wissen vorgaukeln sollen, habe ich aber zwei Artikel gefunden, die lesenswert sind, unabhängig vom aktuellen Fall: wie in einer Liga mit Gehaltsobergrenzen solche Mega-Deals überhaupt zustande kommen, und was das für ein paar Spieler bedeutet, um die sich niemand wirklich reißt:

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Emotion!

„Wer im Stadion steht, dreht der Welt den Rücken zu“ lautet eine alte Fanweisheit. Das stimmt und beschreibt einen wichtigen Aspekt der Sportbegeisterung unserer und anderer Gesellschaften. Für die Dauer des Spiels zählt das Geschehen auf dem Platz mehr die Welt jenseits der Stadionmauern.

Unsere Begeisterung für Sportler und Sportmannschaften bietet uns die Möglichkeit, große Emotionen zu investieren, ohne dabei echte Konsequenzen in Kauf nehmen zu müssen. Wir leiden und jubeln leidenschaftlich und aufrichtig und danach das Leben geht weiter.

So kann ich mich für kurze Zeit gleichzeitig wirklich, wirklich schlecht fühlen, weil Joakim Noah den Bulls für 8-10 Wochen fehlen wird, dann aber auch wieder umschalten und nichts von dem was ich tue, ist davon beeinträchtigt.

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Basketball – 8.12.2010

Heute reicht es mal wieder nur für eine Kurzmeldung. Viel Basketball habe ich nicht gesehen, aber dafür aber endlich mal wieder live.

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Basketball – 22.11.2010

Viel habe ich nicht gesehen und daher auch nicht viel zu schreiben. LA Clippers-Indiana Pacers und New Orleans Hornets-Sacramento Kings waren die einzigen Spiele, die ich in voller Länge gesehen habe und das waren keine guten Partien. Nicht gesehen habe ich die 16 Minuten, in denen die Chicago Bulls sich gegen die Dallas Mavericks dann doch noch zusammengerissen und die Partie gewonnen haben.

Für die Bulls (7-4) und die Lakers (12-2) läuft es gut, übermorgen spielen die beiden erstmals diese Saison gegeneinander. Den Lakers wünsche ich den Sieg, um eine gute Ausgangsposition in den Playoffs zu haben; die Bulls hingegen brauchen jeden Sieg, um überhaupt sicher in die Playoffs zu kommen. Ich glaube, ich bin diese Woche für die Bulls. Vielleicht ist es eh so, dass die Bulls mein Team für die reguläre Saison sind und die Lakers mein Team für die Playoffs. Denn in der Saison sind die Lakers nicht wahnsinnig interessant, während die Bulls in den Playoffs nicht viel zu melden haben werden; klingt nach einem guten Kompromiss.

Dazu gibt es noch eine nette Pseudo-Doku über einen verpatzten Low-Five und seine Ursachen.

Basketball – 8.11.2010

Seitdem ich Basketball gucken kann, komme ich nicht mehr wirklich dazu, darüber zu schreiben. Andererseits rückt auch woanders die Spiel- und Spieler-Berichterstattung wieder so sehr in den Mittelpunkt, dass es weniger verlinkenswerte Artikel gibt – so scheint es jedenfalls.

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NBA 2010/2011 – Ein Blick in die Kristallkugel

Ich traue mich nicht vorherzusagen, wer diese Saison den Titel holt. Die Miami Heat sind quasi komplett neu aufgebaut um einen Kern aus drei Superstars herum. Die Boston Celtics standen in den letzten drei Jahren zweimal im Finale, gewannen einmal den Titel, sind aber in die Jahre gekommen. Die LA Lakers, der zweifache Titelverteidiger, sind vermutlich sogar besser als letzte Saison, aber der Weg zum Titel war hart, so was geht auch nicht jedes Jahr gut.

Ich möchte mich aber auch nicht komplett drücken, deshalb hier meine Tipps, wer die Playoffs erreicht (in keiner besonderen Reihenfolge außer den offensichtlichen Kandidaten zuerst):

Western Conference:

LA Lakers
Utah Jazz
Oklahoma City Thunder
San Antonio Spurs
Dallas Mavericks
Houston Rockets
Memphis Grizzlies
Portland Trail Blazers

Diese Saison gut, aber nicht gut genug: Sacramento Kings, Golden State Warriors

Eastern Conference:

Miami Heat
Boston Celtics
Orlando Magic
Chicago Bulls
Atlanta Hawks
New York Knicks
Milwaukee Bucks
Charlotte Hornets

Besser, aber nicht gut: New Jersey Nets

Im April schaue ich mir das hier noch mal an und werde vermutlich viel zu lachen haben.

Butter bei die Fische – NBA Saison 2010/2011

Morgen geht die neue NBA-Saison los und vielleicht ist Euch beim Lesen hier schon aufgefallen, dass ich mich freue wie Bolle.

30 Teams treten an und wie in der Bundesliga sind ein paar dabei, die man mag, ein paar die man nicht mag und eine ganze Reihe, die einen nicht interessieren. Um hier nicht irgendwann den Verdacht aufkommen zu lassen, ich würde mein Fähnchen in den Wind hängen, gestehe ich jetzt an dieser Stelle meine Liebe zu den LA Lakers und den Chicago Bulls.

Ich kann das nicht näher begründen als dass ich die immer schon gut fand. Die Lakers der Achtziger und die Bulls der Neuziger waren eben die Teams meiner Jugend, als ich selber noch aktiv gespielt habe. Magic Johnson und Michael Jordan waren damals noch aktiv und stellte für mich Basketball in Perfektion dar. Zu keinem anderen Team habe ich eine so lange Beziehung wie zu den beiden. Dass die Lakers im Westen spielen und die Bulls im Osten macht es auch recht einfach, beide zu unterstützen. Seit 1991 standen sich die beiden nicht mehr im Finale gegenüber.

Mit den beiden Teams als persönliche Favoriten kann ich ganz beruhigt in die neue Saison gehen. Die Lakers sind zweifacher Titelverteidiger und haben sich in der spielfreien Zeit leicht verstärkt. Steve Blake, Matt Barnes und Theo Ratliff sind zwar nur Ersatzspieler, aber eben dort lag in der letzten Saison eine der Schwächen. Kobe Bryant, zu dessen überlebensgroßer Persönlichkeit ich ein eher ambivalentes Verhältnis habe, ist nicht mehr der jüngste, aber eben doch auch erst 32 und hoch motiviert. Mit Pau Gasol steht ihm ein weiterer Superstar zur Seite und der Rest des Kaders passt auch soweit. Grund zur Sorge bereiten, wie schon letzte Saison, Center Andrew Bynum (verletzt/in der Reha/generell verletzungsanfällig) und Aufbauspieler Derek Fisher (zu inkonsistent).

Die Bulls waren eins der Überraschungsteams der letzten Saison und gehören zu den Gewinnern der Transferperiode im Sommer. Carlos Boozer stößt zu dem Team um Joakim Noah und Derrick Rose und ich glaube weiter fest daran, dass Luol Deng auf seiner Position zu den besseren Spielern der Liga gehört. Boozer hat sich allerdings bei einem Unfall (oder einer Schlägerei, wenn man den Gerüchten Glauben schenken mag) die Hand verletzt und fällt noch ein paar Wochen aus. Kein guter Start, aber eine positive Saisonbilanz und auch die Teilnahme an den Playoffs scheinen nicht nur möglich, sondern sind zu erwarten.

Da ich ja diese Saison ganz viel Basketball gucken kann (jedenfalls theoretisch, in der Praxis muss ich ja arbeiten und habe Familie), werde ich sicher auch ein Auge auf ein paar mehr Teams werfen. Die New Jersey Nets mag ich seit ihrer starken Zeit Anfang des letzten Jahrzents und warum soll ich mich abwenden, nur weil sie furchtbar spielen und letzte Saison als Fußabtreter der Liga nur 12 von 82 Partien gewonnen haben? Diese Saison wird bestimmt besser, auch wenn die erhofften Verstärkungen nicht geholt wurden. Und wenn nicht, tritt der Gaffer-Effekt ein: man kann einfach nicht weggucken, auch wenn es noch so scheußlich ist.

Aus einem Grund, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, mag ich auch die Denver Nuggets. Die dienen diese Saison als Musterbeispiel eines auseinander brechenden Teams: Superstar Carmelo Anthony möchte weg, wichtige Spieler sind im letzten Jahr ihres Vertrags und würden im Falle eines Transfers wohl mitverschoben werden, um den komplizierten Transferregeln gerecht zu werden (maximale Kadergröße, Gehaltsobergrenze). Andere sind verletzt und fallen zum Teil bis Januar aus.

Außerdem freue ich mich auf Oklahoma City Thunder, die zu den aufstrebenden jungen Teams gehören und diese Saison ihre gute Leistung des Vorjahres bestätigen möchten. Ihr schneller, athletisch geprägter Stil lädt zum Zugucken ein und dabei sind die Thunder nicht nur spektakulär, sondern haben auch das Potential, richtig gut zu werden.

Auf die Miami Heat wird diese Saison jeder gucken. Mit LeBron James, Dywane Wade und Chris Bosh haben sich da drei Superstars zusammengetan, die nur durch den Gewinn mindestens einer Meisterschaft innerhalb der nächsten paar Jahre ihre kontroverse Entscheidung, lieber zusammen als gegeneinander spielen zu wollen, rechtfertigen können. Klingt irgendwie blöd, aber tatsächlich wurde ihnen das zum Vorwurf gemacht. Gemischt mit zwei großen Portionen schlechtem Stil wurde daraus das meist gehasste Team im amerikanischen Profisport. Eigentlich haben die Heat keine Wahl: sofort alles gewinnen oder zur Zielscheibe des Spotts einer ganzen Nation werden. Das ist natürlich unfair, aber so ist es eben.

Außerdem: die New York Knicks erreichen diese Saison die Playoffs, da bin ich fast ganz sicher.

Hier noch ein Link für kurzentschlossene: „alles, was man über die Saison wissen muss“ bei SportsIllustrated.com