Ein Sack voll Flöhe

Was ist schwerer zu hüten als ein Sack voll Flöhe? Genau, zwei Säcke voll Flöhe. Alexander kann jetzt mit Davids Krabbelgeschwindigkeit ganz gut mithalten und die beiden sausen, wenn man sie lässt, durch die ganze Wohnung. Meist sind ihre Ausflüge aber auf die hinteren Wohnzimmerecken beschränkt, denn die Tür ist mit einem Gitter gesichert. Das ist schade, aber gut so, denn in einigen Ecken lauern immer noch unbeseitigte Gefahrenquellen.

Auf jeden Fall macht es aber viel Spaß, den beiden zuzusehen und ich freue mich vor allem für Alexander, der sich ja ziemlich geärgert hat, dass David schon gut vorwärts kam und er selber nicht. Alexander kann jetzt auch frei sitzen.

Am letzten Wochenende waren wir noch mal auf dem Spielplatz, diesmal direkt bei uns hinterm Haus. Alexander sit sogar ein bisschen im Sand gekrabbelt, David stand eher am Rand und hat sich das bunte Treiben angeguckt. Danach waren die beiden zum ersten Mal seit langer langer Zeit baden.

Gesine sucht noch eine gute Möglichkeit, mit den beiden einzeln die Treppe runterzukommen, da wir die Softtaschen im Kinderwagen eigentlich nicht mehr verwenden; die Jungs können sich zu gut bewegen und drohen rauszuklettern.

Außerdem haben wir die Kita-Verträge unterschrieben, im August geht’s los.

Und nächste Woche kommen wir nach Düsseldorf! Vorher gibt es hoffentlich noch mal neue Fotos.

10.000 Neuigkeiten

Nun, zum Glück nicht ganz so viele – aber es gibt schon so einiges.

Morgen ist es wohl endlich soweit und wir können unser neues Auto abholen. Hoffentlich klappt jetzt alles, nachher muss ich noch mal gucken, wo ich die Versicherungsbestätigung versteckt habe. Wenn alles klappt, gibt es natürlich Fotos!

Gestern war für mich fußballfreier Tag, ausgerechnet beim vorgezogenen Endspiel der Deutschen gegen Österreich. Stattdessen war ich hier in Düsseldorf auf dem Konzert von Bruce Springsteen, dazu später mehr. Jedenfalls sind die Deutschen nun ja doch knapp weitergekommen und freuen sich jetzt auf ein Wiedersehen mit Portugal – oder vielleicht auch nicht. Das wird noch eine ganz hart Nuss. Heute Abend geht es erst Mal um Platz 2 in Gruppe C, Frankreich und Italien treffen in einer Neuauflage des letzten WM-Finales aufeinander.

Die letzten Spiele davor habe ich ausnahmslos zu Hause mit Gesine geguckt; weggehen kann sie halt nicht mehr so richtig, und die bisherigen Paarungen boten auch für mich keinen besonderen Anreiz, irgendwo in der Kneipe zu gucken. Aber bei Tschechien-Türkei kam ich auch zu Hause voll in Stimmung – ein Hammerspiel! Obwohl ich ja eigentlich den Tschechen die Daumen gedrückt habe, muss ich der türkischen Mannschaft doch echt den Sieg gönnen – nach 0:2 einfach nicht aufgegeben und das Spiel binnen weniger Minuten komplett gedreht. Und die Tschechen sind selbst Schuld – nicht nur den Sack nicht zugemacht (der nicht gegebene Elfmeter war natürlich auch Pech), sondern auch noch vieeel zu defensiv gespielt und sich in der eigene Hälfte einschnüren lassen.
Ansonsten haben wir mit Russland-Griechenland erstmals ein Spiel ausgelassen und ich neige immer noch dazu, vor der Glotze einzuschlummern.

Gesine hat heute die ersten Anmeldetermine für Kindergärten. Große Hoffnungen, direkt zwei der begehrten Betreuungsplätze für Kleinkinder zu kriegen, machen wir uns eigentlich nicht, aber wir wollen es wenigstens versuchen. Eigentlich finde ich es ja albern, Kinder, die noch gar nicht geboren sind, zu irgendwas anzumelden, aber wie so häufig im Leben gilt auch hier: wer nicht mitmacht, kann auch nicht dabei sein. Und neben all den anderen Gründen, warum wir keine Plätze kriegen werden, wollen wir zumindest einen ausschließen: dass wir uns zu spät darum gekümmert haben.

Sonst gehen die Vorbereitungen gut voran und wenn wir tatsächlich ab morgen ein großes Auto zur Verfügung haben, kann auch der Rest noch diesen Monat erledigt werden. Neben der Besorgung eines Kinderwagens für die Übergangszeit (bis der bestellte Wagen endlich da ist) stehen vor allem der Kauf eines weiteres Regals für das Wohnzimmer, eine Aufstockung des Regals in der Diele und das Aufräumen des Kellers auf dem Programm, dazu diverse Kleinigkeiten.