NBA Playoffs 2013 – Teilnehmerfeld fast komplett

Wie jedes Jahr habe ich im letzten Herbst eine wilde Vorhersage getroffen, welche 16 Teams es in der NBA-Saison 2012/13 in die Playoffs schaffen werden. Im April kommt dann immer der Zeitpunkt, diese Einschätzung zu überprüfen und sich gute Ausreden einfallen zu lassen, wenn es nicht ganz passt.

Das Teilnehmerfeld ist noch nicht ganz komplett. Im Osten ist alles soweit klar, lediglich in der Reihenfolge der Setzliste kann es noch kleinere Verschiebungen geben. Im Westen tobt noch ein heißer Kampf um den letzten Platz zwischen den LA Lakers und den Utah Jazz. Das kann noch bis zum letzten Spieltag am 17. April offen bleiben.

Aber ich möchte heute schon einen Blick auf das restliche Feld werfen, kurz die Selbstverständlichkeiten abhaken und, wo nötig, etwas relativieren.

Eastern Conference

Hier hatte ich die Miami Heat, Boston Celtics und Indiana Pacers als sicher Kandidaten gesehen und die sind auch all drin. Die Celtics haben keine bsonders gute Saison abgeliefert, waren aber auch von Verletzungen geplagt. Weiterhin korrekt auf einen Playoff-Platz gesetzt hatte ich die Chicago Bulls, Brooklyn Nets, New York Knicks und Atlanta Hawks. Die Philadelphia 76ers haben es hingegen nicht geschafft, stattdessen haben sich die Milwaukee Bucks qualifiziert, die ich gar nicht auf dem Zettel hatte, auch nicht bei den knapp Gescheiterten – bei denen ich mit den Toronto Raptors, Cleveland Cavaliers und Washington Wizards gar nicht so schlecht lag, lediglich die Cavaliers waren doch weit abgeschlagen.

Philly musste die gesamte Saison ohne Neuzugang Andrew Bynum auskommen, der immer noch verletzt ist. Im Tausch für ihn hatten sie ein paar gute Spieler abgegeben und ohne die alle hat es eben nicht gereicht. Schwerer zu erklären ist schon der Erfolg der Bucks, die irgendwie mit einem Backcourt aus Monta Ellis und Brandon Jennings, zwei sowohl in ihrer Spielweise als auch ihrer mangelnden Zuverlässigkeit einander sehr ähnlichen Spieler. Beide sind in der Lage, ein Spiel zu bestimmen und einen Sieg für ihr Team zu sichern, aber mindestens genauso oft gefährden sie den Erfolg durch zweifelhafte Aktionen und niedrige Trefferquoten bei schlechter Schussauswahl. Am Ende hat es doch greicht und es ist ja auch schön zu sehen, dass ein Team ohne Superstars es immer wieder in die Playoffs schafft.

Die Bulls können ganz zufrieden sein. Trotz vieler Verletzungen, insbesondere dem Komplettausfall von Derrick Rose für die ganze Saison, und dem Abgang vieler wichtiger Ersatzspieler aus dem „Bench Mob“ der Vorsaison, sind sie sicher in den Playoffs und durften sich endlich mal gut fühlen bei dem Gedanken, Carlos Boozer so viel Geld zu bezahlen. In der Verteidigung ist er zwar immer noch keine große Hilfe, aber offensiv gehörter er erstmals seit seinem Wechsel aus Utah zu den wichtigsten Spielern im Team. Auch aus dem Rest des Kaders und besonders den doch eher zweifelhaften Neuzugängen Kirk Hinrich, Marco Bellinelli und Nate Robinson hat Coach Tom Thibodeau um Loul Deng und Joakim Noah eine überraschend starke Mannschaft geformt.

Western Conference

Auch für den Westen hatte ich fünf todsichere Playoff-Teilnehmer vorhergesagt und mich dabei vielleicht ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt. Bei so einer Aussage sind 4 aus 5 keine gute Quote, und auch wenn die Lakers den Einzug noch schaffen, erfüllt sich meine Prognose nur durch ein Quäntchen Glück – wobei ich da sicher nicht der einzige bin. Verletzungen, das übliche LA-Drama, schlechte Rollenverteilung und grottige Defense haben die Lakers viele Punkte gekostet. Mit einem phänomenalen Endspurt haben sie sich zwar jetzt noch auf den letzten Playoff-Platz vorgekämpft, dabei aber das schwerere Restprogramm als ihr letzter Konkurrent, die Utah Jazz. Dass nun Kobe Bryant verletzt ausfällt, der in viele Partien zu Gunsten der Lakers entscheiden konnte, ist auch keine Hilfe. Zeit für Dwight Howard zu zeigen, dass er das Team führen kann. Aber selbst wenn sie die Playoffs erreichen, wäre für die Lakers vermutlich schon in der ersten Runde Schluss. Die Top-Teams präsentieren sich nämlich in hervorragender Form, und da kommen meine anderen sichern Tipps zum Tragen:

Die Oklahoma City Thunder,San Antonio Spurs, Denver Nuggets und LA Clippers belegen die ersten vier Plätze, gefolgt von den Memphis Grizzlies. Dann kommen zwei, die ich nicht auf der Rechnung hatte. Die Golden State Warriors und die Houston Rockets sind dabei, dafür die Minnesota Timberwolves nicht. Wie auch die Lakers war das Team die ganze Saison von Verletzungen geplagt und hat kaum eine Partie in Bestbesetzung spielen können. Starspieler Kevin Love kam nur auf 18 Einsätze.

Mittwoch ist der letzte Spieltag der regulären Saison und vermutlich erst dann werden wir wissen, ob Utah oder LA in den Playoffs dabei ist. Beide hatte ich vorhergesagt, so dass ich auf jeden Fall „sechs Richtige“ habe. Und wenn die Paarungen der ersten Runde feststehen, kann ich ja mein Glück noch mal von Neuem versuchen.

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