NBA Finale 2012 und Off-Season

Die Finalserie der NBA ist vorbei und die Miami Heat haben tatsächlich den Titel geholt. Glückwunsch. Das letzte, entscheidende Spiel habe ich verpasst und bei aller Liebe zum Spiel gehöre ich nicht zu denjenigen, die sich eine Partie angucken, wenn sie das Ergebnis kennen. Sport gucken macht Spaß, kostet aber auch so viel Zeit.

Jetzt, nach der Fußball-EM, ist damit ja auch erst mal wieder Schluss. Für Olympia habe ich überhaupt keine Zeit, das läuft ja tagsüber, vielleicht werde ich ein paar der Basketball-Spiele sehen und gerne auch etwas Leichtathletik, aber das war’s dann auch.

Viel besser mit dem Alltag vereinbar ist da das Verfolgen der Transferperiode in der NBA.

Die hat gerade erst angefangen und viel liegt noch im Argen. Die Dwight-Howard-Seifenoper erfährt eine unrühmliche Fortsetzung, New York droht „Linsanity“ zu verlieren (auf jeden Fall wird es sehr teuer, Jeremy Lin zu halten) und die frisch nach Brooklyn gezogenen Nets haben plötzlich ein Team, das durchaus den Einzug in die Playoffs schaffen könnte. Es hilft wohl, wenn der Clubbesitzer ein russischer Milliardär ist.

Bei den Bulls gibt es noch keine Veränderungen zu vermelden; ein gut ausgewogener Kader, der aber auch das vorhanden Budget ausschöpft gibt wenig Anlass zu der Art von Aktionismus, wie er in der „Off-Season“ der NBA oft vorkommt. Wäre da nicht die schwere Verletzung, die sich Derrick Rose in den Playoffs zugezogen hat. Denn mindestens die ersten beiden Monate der neuen Saison wird er wohl noch komplett ausfallen und danach natürlich auch nicht sofort an seine früheren Leistungen anknüpfen können – falls er das mit seinem dann hoffentlich komplett reparierten Knie je wieder kann.

Jedenfalls sind die Stimmen in der Diskussion, welche behaupten, dass in der neuen Spielzeit der Gewinn der Meisterschaft, und mit viel weniger würden sich viele Fans nicht zufrieden geben, eh unrealistisch ist, nicht zu überhören. Und warum viel Geld zahlen, um gute und für ein Weiterkommen in den Playoffs wichtige Ergänzungsspieler zu halten, wenn man eh erst in der übernächsten Saison wieder ein ernstzunehmender Titelfavorit wäre? Es stimmt, die Bulls haben in der vergangenen Saison trotz vieler Verletzungen, auch bei Derrick Rose, die beste Saisonbilanz der Liga gehabt und das frühe Ausscheiden in den Playoffs war sicherlich auch dem Schock nach dem Verlust des Starspielers zuzuschreiben. Es ist aber auch richtig, dass die Bulls selbst mit Rose nicht als Top-Favorit galten und das nicht nur, weil sie in der Saison 2010/2011 gegen die Miami Heat ausgeschieden sind. Sondern weil sie es seitdem nicht geschafft haben, ihre größten Defizite abzubauen: eine ineffektive, phantasielose Offense, die viel zu sehr auf Derrick Rose zugeschnitten und wenig Alternativen bereit hält, wenn es der gegnerischen Verteidigung gelingt, ihn zu neutralisieren.

Ich wäre ja dafür, das Team weitestgehend zusammenzuhalten und mal zu sehen, was geht.

Die bislang größte Story der aktuellen Transferperiode ist kein Wechsel, sondern eine Vertragsverlängerung: Deron Williams bleibt bei den Nets, die gerade von New Jersey nach Brooklyn umziehen. Diese Entscheidung beeinflusst fast alle Wechsel dieses Sommers, da Teams, die an ihm interessiert waren, jetzt nach Alternativen suchen und auch viele andere erst einmal abgewartet haben, wie der Markt sich entwickelt. Jetzt ist er jedenfalls heftig in Bewegung geraten. Eine noch größere Überraschung ist aber der Wechseln von Steve Nash zu den L.A. Lakers. Ich bin sehr gespannt, wie das funktionieren wird, denn sowohl Nash als auch Kobe Bryant beanspruchen den Ball im Spiel und die Angriffstaktik der Lakers entspricht auch nicht gerade Nashs Spielweise.

Aber ich freue mich schon drauf. Ich mag ja die Lakers und Steve Nash ist einer der sympathischsten Spieler in der NBA.

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