So groß, so schnell

Eine Zeitenwende: Heute ist Alexander zum ersten Mal mit dem Fahrrad in die Kita gefahren. Der Kinderwagen hat schon lange ausgedient und beide legen den etwa 1 km langen Weg in etwa der gleichen Zeit zurück, die ich früher zum Schieben brauchte. An der Straße anhalten, Umgang mit Gegenverkehr und das Umfahren der allgegenwärtigen Hundehaufen klappen hinreichend gut. Das war eine gute Vorbereitung, aber ab heute ist alles tendenziell anders: auf dem Rad ist Alexander einfach schneller. Bei den Laufrädern kann ich im flotten Schritt nebenher gehen, beim Fahrrad muss ich schon ein bisschen laufen. Und weil David noch weiter mit dem Laufrad fährt, muss er sich auch mächtig anstrengen dran zu bleiben. Aber heute hat alles sehr gut geklappt und wir werden das jetzt öfter machen; wenn es nach Alexander ginge, dann jeden Tag.

Auch sonst haben sich kleine Veränderungen ergeben.

Bei den Kinderbetten ist jetzt das Gitter an einer Seite komplett ausgebaut und die Liegefläche wurde ein wenig angehoben. Unter den Betten ist jetzt genug Platz zum Verstecken. David behauptet zwar jeden Morgen, schon wieder raus geplumpst zu sein („und dann hat das geplutet und dann habe ein Flaster draufgemacht“), aber das scheint doch eher selten zu passieren. Mehr sorgen macht mir da schon, dass es so verlockend ist, von einem Bett aufs andere zu springen.

David hat beim Sprechen in den letzten Monaten noch mal einen großen Schub gemacht. ein paar Buchstaben bringt er noch durcheinander („jetzt hau ich dem Tobold auf den Topf!“) und er spricht oft undeutlich, weil er sich wenig Mühe gibt, aber sein Wortschatz ist enorm gewachsen.

Vor ein paar Wochen war auch die Schnullerfee zu Besuch und hat die Nuckis gegen ein paar Geschenke eingetauscht. David hat inzwischen wieder zurück getauscht („ich möchte den Schnuller behalten bis ich sterbe!“), aber Alexander hat sich dran gewöhnt.

Das mit dem Sterben ist eh ein großes Thema, davon aber demnächst mehr.

Noch nicht ganz verschwunden sind die Windeln. Der Mittagsschlaf klappt ohne und auch Nachts haben wir es in letzter Zeit oft noch mal versucht, das aber mit gemischten Ergebnissen und kleinen Rückschlägen.

Und David hat neulich seine Scheu überwunden und einen seiner kleinen Träume erfüllt: er ist auf einem Pony geritten. Wann immer wir an einem Pferd vorbeigekommen waren, hieß es „auf dem will ich reiten“, kam man dann aber wirklich mal auf mehr als ein paar Meter an ein Pferd oder Pony heran, wurde er unruhig und plädierte lautstark für einen größeren Sicherheitsabstand. Letztens im Wildpark lief das genauso ab und ich hätte nicht erwartet, dass er am Ende unseres Besuchs dann tatsächlich noch nicht nur eine, sondern direkt zwei Runden reiten würde. Und auf dem Mittelaltermarkt in Spandau dann direkt wieder. Alexander hat sich das bislang nur aus der Ferne angesehen, hat gestern aber beschlossen, es bei nächster Gelegenheit auch einmal zu probieren.

One Response to So groß, so schnell

  1. freudefinder sagt:

    oh ja, ich war immer der Meinung, mit jedem Kind ein Paar Hände und Augen mehr vom lieben Gott dazu gegeben wäre auch nicht schlecht gewesen. So viel Spaß weiterhin.

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