Männerkram

Alexander hat eine neue Form des Spielens entdeckt, oder jedenfalls eine neue Stufe erreicht: das Rollenspiel. Das ist, wenn man so tut, als sei man jemand anderes, als man ist. Das beginnt etwa in seinem Alter und hält dann lange an. Es fing an mit dem Feuerwehrmann, aber seit ein paar Tagen ist er nur noch „ein Mann“!

Dieser Mann arbeitet viel und kann daher nicht pünktlich zum Essen kommen („Der Mann arbeitet noch“) und verbringt den Rest seiner Zeit damit, sich auf die Fahrt zur Arbeit oder in den Urlaub vorzubereiten. Er fährt nie wirklich los, hat dafür aber immer einen guten Grund: „Ich habe noch was vergessen“, „Ich bin noch mal ausgestiegen“ oder „Ich muss noch auf David warten“.

Dann habe ich mal David gefragt, ob er auch ein Mann sei, die Antwort war nein. Als ich dann gefragt habe, was er denn sei, überlegte er kurz (man sieht ihm immer an, wenn er scharf nachdenkt) und sagte dann: „Ich bin der David!“

Schön, dass er sich in seiner eigenen Haut so wohl fühlt.

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