Butter bei die Fische – NBA Saison 2010/2011

Morgen geht die neue NBA-Saison los und vielleicht ist Euch beim Lesen hier schon aufgefallen, dass ich mich freue wie Bolle.

30 Teams treten an und wie in der Bundesliga sind ein paar dabei, die man mag, ein paar die man nicht mag und eine ganze Reihe, die einen nicht interessieren. Um hier nicht irgendwann den Verdacht aufkommen zu lassen, ich würde mein Fähnchen in den Wind hängen, gestehe ich jetzt an dieser Stelle meine Liebe zu den LA Lakers und den Chicago Bulls.

Ich kann das nicht näher begründen als dass ich die immer schon gut fand. Die Lakers der Achtziger und die Bulls der Neuziger waren eben die Teams meiner Jugend, als ich selber noch aktiv gespielt habe. Magic Johnson und Michael Jordan waren damals noch aktiv und stellte für mich Basketball in Perfektion dar. Zu keinem anderen Team habe ich eine so lange Beziehung wie zu den beiden. Dass die Lakers im Westen spielen und die Bulls im Osten macht es auch recht einfach, beide zu unterstützen. Seit 1991 standen sich die beiden nicht mehr im Finale gegenüber.

Mit den beiden Teams als persönliche Favoriten kann ich ganz beruhigt in die neue Saison gehen. Die Lakers sind zweifacher Titelverteidiger und haben sich in der spielfreien Zeit leicht verstärkt. Steve Blake, Matt Barnes und Theo Ratliff sind zwar nur Ersatzspieler, aber eben dort lag in der letzten Saison eine der Schwächen. Kobe Bryant, zu dessen überlebensgroßer Persönlichkeit ich ein eher ambivalentes Verhältnis habe, ist nicht mehr der jüngste, aber eben doch auch erst 32 und hoch motiviert. Mit Pau Gasol steht ihm ein weiterer Superstar zur Seite und der Rest des Kaders passt auch soweit. Grund zur Sorge bereiten, wie schon letzte Saison, Center Andrew Bynum (verletzt/in der Reha/generell verletzungsanfällig) und Aufbauspieler Derek Fisher (zu inkonsistent).

Die Bulls waren eins der Überraschungsteams der letzten Saison und gehören zu den Gewinnern der Transferperiode im Sommer. Carlos Boozer stößt zu dem Team um Joakim Noah und Derrick Rose und ich glaube weiter fest daran, dass Luol Deng auf seiner Position zu den besseren Spielern der Liga gehört. Boozer hat sich allerdings bei einem Unfall (oder einer Schlägerei, wenn man den Gerüchten Glauben schenken mag) die Hand verletzt und fällt noch ein paar Wochen aus. Kein guter Start, aber eine positive Saisonbilanz und auch die Teilnahme an den Playoffs scheinen nicht nur möglich, sondern sind zu erwarten.

Da ich ja diese Saison ganz viel Basketball gucken kann (jedenfalls theoretisch, in der Praxis muss ich ja arbeiten und habe Familie), werde ich sicher auch ein Auge auf ein paar mehr Teams werfen. Die New Jersey Nets mag ich seit ihrer starken Zeit Anfang des letzten Jahrzents und warum soll ich mich abwenden, nur weil sie furchtbar spielen und letzte Saison als Fußabtreter der Liga nur 12 von 82 Partien gewonnen haben? Diese Saison wird bestimmt besser, auch wenn die erhofften Verstärkungen nicht geholt wurden. Und wenn nicht, tritt der Gaffer-Effekt ein: man kann einfach nicht weggucken, auch wenn es noch so scheußlich ist.

Aus einem Grund, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, mag ich auch die Denver Nuggets. Die dienen diese Saison als Musterbeispiel eines auseinander brechenden Teams: Superstar Carmelo Anthony möchte weg, wichtige Spieler sind im letzten Jahr ihres Vertrags und würden im Falle eines Transfers wohl mitverschoben werden, um den komplizierten Transferregeln gerecht zu werden (maximale Kadergröße, Gehaltsobergrenze). Andere sind verletzt und fallen zum Teil bis Januar aus.

Außerdem freue ich mich auf Oklahoma City Thunder, die zu den aufstrebenden jungen Teams gehören und diese Saison ihre gute Leistung des Vorjahres bestätigen möchten. Ihr schneller, athletisch geprägter Stil lädt zum Zugucken ein und dabei sind die Thunder nicht nur spektakulär, sondern haben auch das Potential, richtig gut zu werden.

Auf die Miami Heat wird diese Saison jeder gucken. Mit LeBron James, Dywane Wade und Chris Bosh haben sich da drei Superstars zusammengetan, die nur durch den Gewinn mindestens einer Meisterschaft innerhalb der nächsten paar Jahre ihre kontroverse Entscheidung, lieber zusammen als gegeneinander spielen zu wollen, rechtfertigen können. Klingt irgendwie blöd, aber tatsächlich wurde ihnen das zum Vorwurf gemacht. Gemischt mit zwei großen Portionen schlechtem Stil wurde daraus das meist gehasste Team im amerikanischen Profisport. Eigentlich haben die Heat keine Wahl: sofort alles gewinnen oder zur Zielscheibe des Spotts einer ganzen Nation werden. Das ist natürlich unfair, aber so ist es eben.

Außerdem: die New York Knicks erreichen diese Saison die Playoffs, da bin ich fast ganz sicher.

Hier noch ein Link für kurzentschlossene: „alles, was man über die Saison wissen muss“ bei SportsIllustrated.com

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