Basketball lesen

Als Fan amerikanischen Profi-Basketballs hat man es schwer in Deutschland. Nicht nur, dass die mitten in der Nacht spielen (die spinnen doch, die Amis), im Fernsehen kommt die vielleicht beste, auf jeden Fall aber unterhaltsamste Basketball-Liga der Welt eigentlich gar nicht vor. Bei Premiere Sky gibt es ab und an ein paar Spiele als Teil des Sport-Pakets (das aber natürlich nicht die Fußball-Bundesliga beinhaltet) für 32,90 Euro im Monat, allerdings auf Deutsch und ständig zeigen sie die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki. Im Free-TV gibt´s nichts mehr und die einzige Alternative ist der kostenpflichtige NBA League Pass übers Internet, der auch so seine Nachteile hat.

(c) Benjie OrdonezSeit DSF (jetzt Sport1) keine Spiele mehr zeigt, bin ich vom Bewegtbild also quasi abgeschnitten. Ich habe gelesen, dass LeBron James total gut ist, aber ich habe ihn mit noch nie spielen sehen! Ich habe gelesen, dass er in den letzten Playoffs sein Team quasi im Stich gelassen hat, kann mir dazu aber keine eigene Meinung bilden. Die kostenlosen Highlights bei NBA.com und diverse Zusammenschnitte auf YouTube sind da auch keine große Hilfe. Stattdessen lese ich halt die NBA, morgens die Schlagzeilen und Ergebnisse vom Vortag (der ja in den USA gerade erst zu Ende geht) und dann in der Mittagspause oder abends alles, was mich interessiert.

Wie zu allen Themen hält das Internet auch zur NBA von allem etwas bereit und von allem etwas zu viel. Jeder hat ja auch seine eigenen Interessen, ganz zu schweigen vom Lieblingsteam. Neben Berichterstattung und Blogs wird viel getwittert, auch und vor allem von Spielern. Das kann niemand alles lesen, aber ich lese das hier:

Tägliche Lektüre:

http://sports.yahoo.com/nba: für Ergebnisse, Spielberichte (sind ja fast überall gleich) und aktuelle Meldungen. Letztlich bieten die das gleiche wie Sports Illustrated, ESPN oder alle anderen, aber ich gucke halt hier. Das dort beheimatete Blog Ball Don’t Lie bietet neben Kommentar auch täglich frische Links zu ausgewählten Artikeln anderer Seiten.

The Basketball Jones: ein tägliches Video-Blog aus Kanada; unterhaltsam, informativ, manchmal skurril. Gibt es auch als Video Podcast, aber meist erst recht spät abends.

Regelmäßig:

ShamSports: ein ganz merkwürdiger Mix aus Blog, einzigartigen Informationen zu Spielergehältern, Spielerportraits und Videos von radfahrenden Affen. Die Artikel zu Gehältern und Salary Cap sind gut und stets aktuell, die Spielerlisten erfassen auch in die NBA gedraftete Spieler, die im Ausland spielen, die Liste der Spieler, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, ist eine nette Ergänzung und die quer durch die Seite verteilten Anagramme von Spieler- und Teamnamen sind herrlich.

Zwei weitere Blogs, die ich gerne lese sind Hoops Addict und The Association.

Ab und zu:

NBA Playbook: Taktikkram. Diagramme, Videos mit Spielsituationen, Statistiken, Analysen.

Chicago Bulls Confidential: Ein Blog zu den Chicago Bulls.

Silver Screen And Roll, Land o‘ Lakers und Forum Blue and Gold: drei Lakers Blogs.

Wenn nötig:

Salary Cap FAQ: Alles, was man über die Regelung für Gehaltsobergrenzen wissen will und mehr. Ausführlich und so anschaulich, wie man ein solches Thema eben behandeln kann. Sexy ist anders, aber wer wissen möchte, warum Team XYZ nicht einfach Spieler ABC verpflichten kann, findet hier die Antwort, vor allem in Verbindung mit den Gehaltslisten auf ShamSports.com.

Basketball-Reference.com: Zahlen, Zahlen, Zahlen. NBA (und ABA!) Statistiken und Historie. Wer je in der NBA gespielt hat, steht hier drin, inklusive Advanced Stats (PER, TS%, …).

http://www.basketballprospectus.com: Statistiken und Analysen

Damit fühle ich mich gut informiert und auch gut unterhalten. Ein Ersatz für ein Livespiel ist es nicht, bei dem man das Ergebnis nicht kennt, bei dem man auch die Dinge sehen kann, die nicht in Zusammenschnitten auftauchen (Defense und andere Kleinigkeiten, die Leistung der Ersatzspieler, die Dramatik des vierten Viertels). Daher werde ich in der nächsten Saison wohl mal den League Pass testen, wenigstens mal einen Monat lang wieder NBA gucken. Und vorher so viel von der WM, wie eben geht.

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